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Jugendwoche 2009
 
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C-Jugendwoche in Steinbach 2009


vom 26. bis zum 30. Juli 2009

Spiele um den Pokal
Das Wichtigste der gesamten Woche war selbstverständlich das Turnier um den Pokal der Sportschule, den wir hätten verteidigen müssen. Täglich gab es drei Spiele, am ersten und letzten Tag gab es sogar eine Anwesenheitspflicht während der gesamten Spiele. Der Modus war jeder gegen jeden, die vorgegebene Spielzeit 2x20 Minuten mit fünf Minuten Manndeckung in der zweiten Halbzeit. Das Turnier begann für uns mit einer durchwachsenen Leistung am ersten Spieltag und einer knappen Niederlage gegen den Bezirk Schwarzwald. Auch am nächsten Tag waren wir scheinbar nicht gut genug und verloren nur mit einem Tor gegen Oberrhein. Es ging so weiter und wir gewannen auch das Spiel gegen Offenburg nicht. Unsere härtesten Niederlagen erlitten wir am Mittwoch und Donnerstag gegen Rastatt und Hegau/Bodensee mit je zwölf Toren Unterschied. Aber obwohl wir leider kein Spiel für uns entscheiden konnten hatten, war es doch wichtig, dass es uns Spaß machte. Und Spaß hatten wir, denke ich, trotz der eher schwachen Ergebnisse. Auch unsere Trainer und Begleiter Pit, Fabian und Achmed waren zwar nicht ganz zufrieden, aber deshalb nicht böse oder schlecht gelaunt. Wo es Gewinner gibt, muss es eben auch Verlierer geben. Den Pokal hat am Schluss Rastatt gewonnen, die eine überragende Leistung gebracht hatten und ihn sich wirklich verdient haben.
Trainings
In der Jugendwoche hatten wir dreimal Training, jeweils morgens von 9:00-11:00 Uhr. In den Trainingseinheiten ging es um Abwehr- und Angriffstraining, aber auch Torwart- und Wurftraining. Das Besondere war vor allem, dass man von den Trainern der anderen Bezirke trainiert wurde, was u.a. neue Methoden und ganz andere Übungen bedeutete. Diese Trainings waren für mich sehr hilfreich, weil man so mit verschiedenen, guten Trainern schon gekonnte Dinge perfektioniert hat. Teilweise war es den Bezirken noch möglich bezirksinterne Trainings zu machen, was jedoch keiner für sinnvoll hielt angesichts der so schon großen Belastung.
Mahlzeiten
Die Mahlzeiten in Steinbach waren sehr gut, auch wenn sie zeitlich manchmal ein bisschen eng beieinander lagen. Frühstück gab es immer um 7.45 Uhr, nach dieser Zeit richtete sich auch das Aufstehen. Es gab Müsli mit verschiedenen Sorten, Brötchen und dazu Wurst und Käse, aber auch Marmelade, Honig und Nutella. So konnte man frisch gestärkt in den Tag gehen. Das Mittagessen gab es meist schon recht früh um 11:30 Uhr und weil es ziemlich nah am Frühstück lag, hatte ich persönlich nie ganz so viel Hunger. Für die Getränke war jeder Bezirk selbst zuständig und so gab es für uns immer Top-Fit. Das Essen variierte täglich ein wenig, es gab jedoch leider immer Nudeln und verschiedene Soßen, und als es am dritten (oder zweiten?) Tag Pommes gab, fielen alle darüber her und es musste ständig Nachschub geben. Als Beilage konnte man sich hierzu einen gemischten Salat holen. Das Abendessen, oft um 17:30 Uhr, beschränkte sich im Wesentlichen auf Brot mit Käse und Wurst. Dazu gab es Sachen wie Gurken, Eier- und Wurstsalat.
Freizeit
In unserer Freizeit, die uns zwischen den ganzen Spielen, Trainings und Mahlzeiten blieb, wurde uns von unseren Trainern schon am ersten Tag empfohlen, uns auszuruhen, was aber vorerst nicht beachtet wurde: In den Pausen sind wir oft in Halle 1 gegangen, die eigentlich immer frei war. Dort wurde zusätzlich Handball gespielt und aufs Tor geworfen. Aber nach ein, zwei Tagen sind immer weniger zum Spielen gegangen, weil es eigentlich schon so anstrengend genug war. Hin und wieder haben wir uns auch auf unseren Zimmern getroffen und Musik aus mitgebrachten Boxen gehört, uns unterhalten oder Karten gespielt. Das war zumindest erholsam und ganz nett. An den Abenden konnte man sich auch oben an der Bar beim Essensraum aufhalten, wo es z.B. Chips, Spezi, und andere Kleinigkeiten zu kaufen gab. Das war zum Beispiel ein Ort, wo man sich vor der Bettruhe um 23.00Uhr treffen konnte.
Zimmer
Unsere Zimmer, die wir am ersten Tag zugewiesen bekamen, befanden sich in Haus eins, also direkt bei der ersten der drei Hallen und unter dem Essensraum. Die Räume, die mit Nummern versehen waren (101-109), waren schmal und eher klein, aber allemal groß genug für zwei Personen. In den Zimmern gab es zwei Betten, eine kleine Sitzecke mit Stühlen, Kleiderschränke und ein Bad für je zwei Personen. Ich war mit den Zimmern wirklich zufrieden, sie waren gemütlich und genau richtig um sich auch mal auszuruhen oder mit anderen zu treffen.
Schwimmen
Am zweiten Tag gab es nach den Trainings im Schwimmbad direkt neben dem Grundstück der Sportschule einen Wettbewerb der Bezirke. Wir sollten 50m Freistil schwimmen, in einer Staffel aus zehn Leuten. Es war spannend bis zum Schluss und schließlich wurden wir Dritter, womit wir echt zufrieden waren. Und auch an den Tagen danach konnte man bei gutem Wetter(und es war meistens gut) ins Schwimmbad gehen. Es gab Sprungtürme bis zehn Meter, aber leider haben uns unsere Trainer nur erlaubt vom Einser zu springen. Trotzdem war auch der zweite Schwimmbadbesuch am 29. Juli Spaß gemacht.
Leichtathletik
Am dritten Tag der Jugendwoche stand ein Leichtathletikwettkampf auf dem Programm, der fast den gesamten Morgen dauerte. Jeder Spieler musste im Weitsprung, Weitwurf (wie immer mit einem Handball), 100m-Lauf und im 1000m-Lauf antreten. Es verlief eigentlich alles recht gut, aber beim 1000m-Lauf, der ganz zum Schluss dran war, gab es Diskussionen über das Aussetzen verletzter Spieler. Denn in Steinbach galt und gilt immer noch die Regel, dass Spieler vormittags an Trainings oder sonstigen Programmpunkten wie Leichtathletik teilnehmen müssen, um am Nachmittag spielberechtigt zu sein. Hier wurde zum Glück eine Ausnahme gemacht und verletzte Spieler durften sich sinnvollerweise schonen, damit sie am Nachmittag hoffentlich wieder spielen könnten.
Beachhandball
Das Beachhandballturnier am Dienstagabend war eine coole Sache. Zwar mussten wir zuerst ungefähr eineinhalb Kilometer durch die Reben zu einer Schule am Ortsrand laufen, um an ein Feld zu gelangen, aber es hat sich dann wirklich gelohnt. Es gab gemischte Teams mit Spielern aus allen Bezirken, jeweils nach verschiedenen Nationen benannt. Und immer wieder versuchten wir es, wie es beim Beachhandball eben so ist, mit Kempa-Toren und Drehungen und hatten unseren Spaß. Es war einfach ganz was anderes, viel lässiger als die sonstigen Spiele; letztendlich hat Spanien im Finale gegen Russland (unter der Leitung von Pit Bührer) gewonnen.
Koordinationstest
Am Mittwoch nach dem Abendessen gab es in Halle einen Koordinationstest, bei dem Nicht nur Schnelligkeit, sondern auch sehr viel Technik gefragt war. Es gab elf Übungen, darunter z.B. Wechselhüpfen, Seilspringen und einen Prellparcours. Es waren bis auf ein paar Ausnahmen recht schwere Übungen, die aber für gewisse Bewegungsabläufe und das Ballhandling sehr wichtig sind.
Großfeldhandball
An einem Nachmittag haben wir sogar Großfeldhandball gespielt, mit Regeln die der ein oder andere erst einmal richtig verstehen musste. So z.B. die Regel, dass in jedem Drittel des Feldes nur sechs Spieler auf einmal sein dürfen. Es hat natürlich wie alles andere Spaß gemacht, aber es war auf dem großen Feld (wie der Name Großfeldhandball schon sagt)für die meisten sehr laufintensiv. Lästig waren dabei auch die ganzen Mücken, die einem immer um den Kopf geschwirrt sind, aber daran musste man sich eben mal gewöhnen.
Stimmung
Die Stimmung allgemein war von vorn herein sehr freundschaftlich und lässig. Die Trainer verstanden sich untereinander bestens und trafen sich abends immer zu einer Runde an der Bar, und auch die Spieler der unterschiedlichen Bezirke trafen sich zusammen auf den Zimmern oder zum Handballspielen in der Freizeit. Wir verstanden uns prächtig und dabei spielte es auch keine Rolle wer am Vortag wen besiegt hatte. Man hat viele nette Spieler kennen gelernt und manche auch „alte Bekannte“ wiedergetroffen. Das Freundschaften-Knüpfen und die tolle Stimmung untereinander war auf jeden Fall ein toller Aspekt der Woche in Steinbach.
Verletzungen
In einer solchen Woche ist natürlich immer mit einigen Verletzungen zu rechnen, zum Glück sind wir davor größtenteils verschont geblieben. Am Anfang hatte ich schon den Fuß verstaucht; Nico und Jannis haben sich dann noch am Daumen verletzt und auch Pascal, vielleicht unser wichtigster Spieler, Schmerzen am Knie. Wie gesagt war das bis auf Pascals Knie jedoch halb so wild und dank dem Physiotherapeuten und mit ein paar Tapeverbänden kein Problem bei den Spielen. Auch bei den anderen Mannschaften gab es keine verletzungsbedingten Ausfälle, was alles in allem doch sehr erfreulich war.
Sichtung
Selbstverständlich ist Steinbach nicht nur dafür da, 84 Handballern eine super Woche zu bereiten, sondern auch als Sichtungsturnier gedacht. Während der gesamten Spiele saß Landestrainer Chris Armbruster auf der Tribüne und hat sich Notizen und Strichlisten zu den einzelnen Spielern gemacht. Auch die persönlichen Ergebnisse der Leichtathletik und der Koordinationsübungen spielten eine Rolle. Das hat einige Spieler wie mich leider teilweise noch zusätzlich verunsichert. Am Ende der Sportwoche wurde dann der Kader des SHVs, der aus 20 Leuten besteht, verkündet. Aus dem Bezirk Freiburg waren drei Spieler mit dabei: Pascal Bührer, Jannis Konrad und Raphael Dinse. Das war natürlich eine große Chance für alle Teilnehmer in Sachen Handball.
Ergebnisse
  • 1.Tag
  • Freiburg - Schwarzwald 27:31 (10:13)
  • Offenburg - Oberrhein 32:36 (15:14)
  • Rastatt - Hegau/Bodensee 34:27 (15:11)
  • 2.Tag
  • Hegau/Bodensee - Offenburg 35:31 (15:15)
  • Oberrhein - Freiburg 25:24 (11:9)
  • Schwarzwald - Rastatt 22:33 (14:12)
  • 3.Tag
  • Rastatt - Oberrhein 33:26 (15:14)
  • Hegau/Bodensee - Schwarzwald 30:27 (15:13)
  • Freiburg - Offenburg 31:38 (15:19)
  • 4.Tag
  • Schwarzwald - Offenburg 31:29 (17:10)
  • Rastatt - Freiburg 38:26 (18:10)
  • Hegau/Bodensee - Oberrhein 30:25 (16:14)
  • 5.Tag
  • Freiburg - Hegau/Bodensee 24:36 (11:14)
  • Offenburg - Rastatt 33:41 (15:18)
  • Oberrhein - Schwarzwald 30:33 (14:12)
Tabelle
  1. Bezirk Rastatt 5 5 0 0 179:134 (+45) 10: 0
  2. Bezirk Hegau/Bodensee 5 4 0 1 158:141 (+17) 8: 2
  3. Bezirk Schwarzwald 5 3 0 2 144:149 (- 5) 6: 4
  4. Bezirk Oberrhein 5 2 0 3 142:152 (-10) 4: 6
  5. Bezirk Offenburg 5 1 0 4 163:174 (-11) 2: 8
  6. Bezirk Freiburg 5 0 0 5 132:168 (-36) 0:10
Es war auch aus meiner Sicht eine klasse Woche, für die es sich gelohnt hat hart zu arbeiten und die auch keiner von uns so schnell vergessen wird!!!

Rick Egetemaier


Zuletzt aktualisiert am 30.09.2009